19.07.2017

BOSCHERT: Lasertechnik flexibel angewandt

Die BOSCHERT GmbH präsentiert auf der Schweissen & Schneiden vom 25. bis 29. September 2017 in Düsseldorf ihre Lasersysteme. Die gibt es als Stand-alone-Maschinen in Tischausführung, als „FiberLaser“ zum rationellen Laserschneiden, und auch als Zwei-Stationen-Kombimaschine „CombiLaser“ zum Stanzen und Laserschneiden.

Lörrach-Hauingen, 19.07.2017 – Das Angebotsspektrum für Laserschneidmaschinen hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Gab es bis vor kurzem lediglich einige Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen, die den Laser als Werkzeug einsetzen, hat sich der Markt mit der rasanten Entwicklung der Faserlaser-Technologie deutlich gewandelt. Lautet die Devise für viele Hersteller noch mehr Leistung, höhere Dynamik in allen Achsen und noch produktiver, geht der Spezialist für Blechbearbeitungsmaschinen BOSCHERT einen ganz anderen Weg. Denn nicht jeder Anwender arbeitet im Zulieferer-Segment, in dem es tatsächlich auf diese Attribute ankommt. BOSCHERT hatte bei der Entwicklung seiner Faserlaser-Maschinen mit den drei wählbaren Schneidleistungen von 1, 2 oder 4 Kilowatt andere Zielgruppen im Blickfeld: Zum einen Dienstleister in Sachen Blechteile, die ihre weitgehend durchrationalisierte Losgrößen-Produktion nicht durch Einzel- und Sonderteile oder Kleinserien, die als Prioritätsaufträge dazwischengeschoben und schnell abgewickelt werden müssen, beeinträchtigen wollen. Zum anderen stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Werkstätten, die sich mit der in Stückzahlen und Varianten flexiblen Auftrags- und Reparaturfertigung befassen, im Fokus. Auf Basis dieser Strategie entstanden zwei an der Praxis ausgerichtete Lösungen: eine Baureihe Faserlaser-Maschinen in Tisch-Ausführung sowie eine Baureihe CombiLaser, in der parallel zur vorhandenen Stanz-Station eine integrierbare Faserlaser-Station angeordnet ist.

BOSCHERT FiberLaser mit 1, 2 oder 4 Kilowatt Leistung

Diese Stand-alone-Maschinen sind in Tisch-Ausführung mit feststehender X-Achse und fliegender Y-Achse konzipiert. Das zu bearbeitende Rohblech oder Blechteil wird demnach nur in X-Richtung bewegt, während der Faserlaser-Schneidkopf in der Y-Achse verfährt. Da hier, im Gegensatz zu herkömmlichen Laserschneidanlagen, kein Wechseltisch vorhanden ist, zeichnen sich die BOSCHERT FiberLaser durch eine kompakte, platzsparende Bauweise sowie durch eine sehr gute Zugänglichkeit zum Beladen aus. Darüber hinaus bietet die Tischversion den großen Vorteil, dass sich Kleinteile nicht aufstellen können. Während der Abarbeitung des Auftrags werden sie über eine integrierte Entsorgungs-Klappe direkt ausgeleitet und per maschineninternem Förderband sogar bis zum Bediener transportiert. Die Teileentsorgung funktioniert bis zu einer Werkstück-Größe von 1.500 x 350 Millimetern. Bei anderen Laseranlagen gibt es dagegen des Öfteren Probleme mit sich aufstellenden Kleinteilen, was zum einen zu Störungen und Kollisionen führt und zum anderen Software-Überwachung benötigt. Des Weiteren erlaubt die Tischversion, bei der die Bleche durch in ihren Positionen programmierbare Spannzangen individuell zu klemmen und prozesssicher zu bewegen sind, eine maximale Restblechverarbeitung bis zu Abmessungen von 200 x 300 Millimetern. So kann bei Bedarf ab der Rohtafel auch kostengünstig zunächst auf einer Blechschere auf Länge oder Breite zugeschnitten und dann das Blechteil mit dem Laser fertig bearbeitet werden.

Die Standard-Baureihe umfasst aktuell zwei Maschinengrößen für Bleche im Format 1.500 x 3.000 oder 2.000 x 4.000 Millimeter. Der Maschinentisch ist modular aufgebaut und lässt sich bei Bedarf links oder rechts mit einem oder mehreren Modulen um jeweils 1.000 Millimeter in der Länge verkürzen. Die Verfahrgeschwindigkeiten gehen simultan bis 100 Meter pro Minute. Im Vordergrund stehen dabei weniger hohe Geschwindigkeiten, sondern die Möglichkeit der flexiblen, schnellen Komplettfertigung von Blechteilen. Je nach Ausrüstung sind Schnittleistungen in Materialdicken bis zu 15 Millimeter in Baustahl, acht Millimeter in Edelstahl und sechs Millimeter in Aluminium möglich. Die Maschinen sind nach den gültigen Sicherheits- und Betriebsbestimmungen mit punktuellen Absaugeinrichtungen für Gase und Dämpfe, mit Abfallentsorgung für Schlacke und Abbrand sowie mit Laserschutzeinrichtungen der Klasse 1 ausgestattet. Darüber hinaus beinhaltet der Lieferumfang die CNC-Steuerung mit Technologie-Datenbank, eine automatische Höhenverstellung des Schneidkopfes, eine automatische Gasmischung und ein Kühlsystem für den Faserlaser.

BOSCHERT CombiLaser

Die Maschinen- Versionen CombiLaser, die sowohl das Stanzen als auch das Faserlaser-Schneiden beinhalten, sind bei den Stanzmaschinen-Baureihen BOSCHERT-Compact, -TWIN, -TRI und -Multipunch lieferbar. Durch die Möglichkeit der kombinierten Bearbeitung sind beim Stanzen auch Prägen, Umformen, Gewindeformen und Signieren möglich. Geht es jedoch um Ausbrüche und Konturen, spielt der Faserlaser seine großen Vorteile aus. Bei den 1- und 2 Kilowatt-Faserlasern zur Ausrüstung der CombiLaser-Maschinen handelt es sich um dieselben Systeme wie bei den Tisch-Faserlasern, sodass Anwender von den Erfahrungen und den Ausstattungs-Features sowie von der Ersatzteil-Verfügbarkeit und der Service-Kompetenz von BOSCHERT profitieren. Die Entsorgung von geschnittenen, gestanzten oder gelaserten Kleinteilen erfolgt je nach Größe über zwei Klappen mit den Abmessungen 100 x 200 Millimeter beziehungsweise 500 x 600 Millimeter. Die Faserlaser-Station wie das Bedienumfeld sind ebenfalls nach den neuesten Sicherheits- und Betriebsbestimmungen für Faserlaser-Anlagen aufgebaut und ausgestattet. Auf Wunsch ist auch eine Schutzkabine mit oben geschlossenem Sichtschutz und automatisch betätigter Sicherheitstüre lieferbar.

BOSCHERT auf der Schweissen & Schneiden 2017, Halle 13, Stand A30

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